Rechtsanwälte als Verpflichtete

Wirtschaftlich ausgerichtete Kanzleien sind Verpflichtete nach GwG, weil sie im Rahmen der so genannten Kataloggeschäfte beratend tätig sind. Typische Tätigkeiten, welche die Verpflichtungen nach GwG auslösen sind:

  • Die Mitwirkung an Immobilientransaktionen wie Grundstückskaufverträgen oder Bauträgerverträgen,
  • Der gesamte M&A-Sektor (Asset Deal und Share-Deal)
  • Die Beratung bei Eigenkapital und Fremdkapitalfinanzierungen, z.B. die Mitwirkung bei der Darlehensaufnahme
  • Die Mitwirkung an einer Vermögensverwaltung (eigen wie Fremdverwaltung)
  • Die Erbringung von Beratungsleistungen aus Anlass einer Gesellschaftsgründung, etwa die Rechtsberatung zum Entwurf
  • des Gesellschaftsvertrages sowie die Mitwirkung an allen späteren Änderungen
  • Die Wahrnehmung einer Vertreter- oder Botenfunktion aus Anlass von Finanz oder Immobilientransaktion

Was folgt daraus?

In erster Linie geht es um die dauerhafte Wahrnehmung von Sorgfaltspflichten, allen voran Identifizierungspflichten im Hinblick auf die eigenen Mandanten und etwaige wirtschaftlich Berechtigte. Dies ist lästig, lässt sich aber vermitteln und implementieren. Schwieriger ist, dass viele Rechtsanwälte sich schwer damit tun, einen vorgegebenen Ablauf einzuhalten. Im Vergleich zum beauftragten Partner fällt dem externen Beauftragten die Durchsetzung erfahrungsgemäß deutlich leichter.
Ähnlich ist die Erfahrung mit der gesetzlich vorgeschriebenen Risikoanalyse, mit welcher jeder Verpflichtete, so auch die Anwaltskanzlei, ihr internes Risikomanagementsystem dokumentiert. Die Dokumentation basiert auf Angaben aller betroffenen Anwälte hinsichtlich geldwäscherechtlich relevanter Mandatsbeziehungen. Ein besonderes Problem stellt die Quantifizierung dar, da die herkömmliche Anwaltssoftware dies nicht leistet, so dass hier individuelle Abfragen erforderlich sind.

Nach unserer Erfahrung ist auch hier der externe Beauftragte im Vorteil, da er in routinierter und standardisierter Form die entsprechenden Abfragen vornehmen, auswerten und - mit Unterstützung der Geschäftsleitung - auch Fristen setzen kann, welche die Rechtsanwälte mit geringer Kulanzfrist meist auch beachten.

Was kann INTEGRITY. für Sie tun?
Wir erstellen im Rahmen eines Projektes die vollständige Risikoanalyse für Sie und geben auch die erforderlichen Empfehlungen für interne Sicherungsmaßnahmen. Soweit gewünscht übernehmen wir auch die Aufgabe eines Geldwäschebeauftragten und stellen so die Umsetzung aller geldwäscherechtlichen Anforderungen in Ihrer Kanzlei dauerhaft sicher.

Und die Kosten?
Wir arbeiten grundsätzlich auf Basis von Stundensätzen. Die Beauftragtenfunktion erbringen wir auf Basis eines festen Jahresbudgets.